Dr. Hoff Arbeitszeitsysteme

 

Texte

1

Tagdienst und Schichtdienst (2012)

Dieser Text bietet einen ersten Überblick über flexible Arbeitszeitsysteme.

2

Schichtsysteme 1 (2012)

In diesem Text wird ein Verfahren zur Entwicklung einfacher flexibler Schichtsysteme vorgestellt.

3

Schichtsysteme 2 (2012)

Dieser Text baut auf dem vorherigen Text auf und behandelt komplexere Schichtsysteme mit mehr als einem Team pro Schicht.

4

Die Verknüpfung von flexiblem Schichtsystem und Arbeitszeitkonto (2016)

In diesem Text behandele ich anhand eines Beispiels aus der Praxis, wie flexible Schichtsysteme mit dem begleitenden Arbeitszeitkonto verknüpft werden sollten.

5

Flexible Schichtsysteme - neue Herausforderungen (2013)

In diesem kurzen Text benenne ich die größten aktuellen Defizite flexibler Schichtsysteme.

6

Auslastungsschwankungen bewältigen (2013)

In diesem Text beschäftige ich mich insbesondere mit der Bewältigung saisonaler Schwankungen.

7

12h-Schichtsysteme (2012)

Dieser Text zeigt anhand von Beispielen die Potenziale von Schichtsystemen auf 12h-Basis für Betriebe wie Mitarbeiter/innen.

8

Alternsgerechte Schichtsysteme (2010)

In diesem Text werden Ansätze einer alter(n)sgerechteren Gestaltung von Schichtsystemen mit Nachtarbeit vorgestellt.

9

Befragung von 3-Schichtmitarbeiter/inne/n (2010)

Dieser Text referiert die Ergebnisse einer betrieblichen Befragung der 3-Schichtmitarbeiter/innen und die Schlussfolgerungen hieraus.

10

Das Nachtarbeitsurteil des BAG (2014)

Unter welchen Umständen haben Nachtschichtuntaugliche Anspruch darauf, ohne Nachtschichten eingeplant zu werden?

11

Längere Arbeitszeiten - speziell im Schichtbetrieb (2005)

Dieser Text zeigt, dass über längere Arbeitszeiten nur vor dem Hintergrund der konkreten betrieblichen Arbeitszeitsysteme diskutiert werden sollte.

12

Belastungsarme Schichtpläne für den 3er-Wechselschichtbetrieb (2017)

In diesem Beitrag aus der HR Performance (www.hrperformance-online.de) werden belastungsarme Schichtpläne für den voll- und teilkontinuierlichen 3-Schichtbetrieb vorgestellt und ihre Voraussetzungen benannt.

Flexible Schichtsysteme

Die Entscheidung für ein flexibles Schichtsystem ist die Entscheidung dafür, bei der Abdeckung definierter Besetzungsbedarfe mit Schichtteams zu arbeiten – und sich nicht, wie in der Dienst- und Einsatzplanung, grundsätzlich auf den/die einzelne/n Mitarbeiter/in auszurichten. Schichtteams haben den Vorteil, dass hierin die jeweils erforderlichen Kompetenzen gebündelt werden können, erleichtern somit die Planung und ermöglichen es, die Mitarbeiter/innen unmittelbar in die Arbeitszeit-Steuerung einzubeziehen – etwa mittels teaminterner Besetzung von „Zeitfenstern“ zur Abwesenheitsplanung. Allerdings sind Schichtsysteme nur bei relativ stabilen Besetzungsanforderungen einsetzbar, die zudem nicht zu komplex sein sollten, weil die Schichtpläne sonst ebenfalls zu komplex werden – siehe zur Einführung Text 1.

Bei der Entwicklung passender flexibler Schichtsysteme ist eine Vielzahl von Parametern zu berücksichtigen, und meistens gibt es auch sinnvolle Alternativen. In Text 2 stelle ich ausführlich anhand eines praktischen Beispiels ein fünfschrittiges Verfahren zur Entwicklung solcher Systeme vor. Wann kompliziertere Schichtsysteme mit mehreren Teams pro Schicht in Frage kommen können, zeige ich in Text 3ƒ, wie flexible Schichtsysteme mit dem fortlaufenden Arbeitszeitkonto verknüft werden sollen, in Text 4. Zu aktuellen Herausforderungen an flexible Schichtsysteme siehe die Texte 5 und 6.

Im voll- und teilkontinuierlichen Schichtbetrieb kommen in Deutschland weit überwiegend 3-Schichtsysteme – also mit Früh-, Spät- und Nachtschichten im Wechsel – zum Einsatz. Es empfiehlt sich aber stets, auch Alternativen hierzu im Auge zu behalten:

  • Unter Flexibilitäts- und Belastungsaspekten können auch Systeme mit nur zwei Schichten pro Tag à ca. 12h interessant sein – siehe  „Text 7.
  • Die demografische Entwicklung wird auch Schichtsysteme mit unterschiedlicher Nachtarbeits-Belastung der Mitarbeiter/innen erfordern bis hin zum Einsatz von Dauernachtschichten – siehe hierzu die Texte 8 und 9‡. Dieser Trend dürfte sich in Folge der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 9. April 2014, nach der Nachtschichtuntaugliche Anspruch darauf haben können, nicht in Nachtschichten eingesetzt zu werden – siehe hierzu Text 10 -, noch deutlich verstärken.

Die Umsetzung verlängerter Regelarbeitszeiten bereitet im Schichtbetrieb erhebliche größere Probleme als im Tagesdienst – siehe Text 11. Das liegt auch daran, dass belastungsarme 3-Schichtpläne – wie sie mit der demografischen Entwicklung immer wichtiger werden – grundsätzlich nur mit relativ geringer schichtplanmäßiger Arbeitszeit möglich sind (und im teilkontinuierlichen Schichtbetrieb zusätzlich nur bei regelmäßiger Wochenendarbeit); siehe mit vielen Beispielen Text 12.