Dr. Hoff Arbeitszeitsysteme

 

Texte

1

Von der Flexibilisierung zur Optimierung der betrieblichen Arbeitszeitsysteme (2015)

Arbeitszeitflexibilisierung ist keine Einbahnstraße. Vielmehr geht es stets um die Optimierung der betrieblichen Arbeitszeitsysteme.

2

Gestaltung betrieblicher Arbeitszeitsysteme. Ein Überblick für die Praxis (2015)

Hier finden Sie die Einleitung zu diesem kleinen Einführungs-Buch.

3

Individualisierung der betrieblichen Arbeitszeitsysteme (2007)

In diesem Text geht es um das Ausloten der Potenziale der einzelnen betrieblichen Arbeitszeitsysteme hinsichtlich der künftig stärkeren Berücksichtigung der Mitarbeiterbelange.

4

Trends der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung (2013)

Dieser Text stellt die wesentlichen aktuellen Trends der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung vor.

5

Mitarbeiter-Bindung durch individualisierte Arbeitszeitsysteme (2016)

In dieser kurzen Veröffentlichung stelle ich alle derzeit erkennbaren Elemente individualisierter Arbeitszeitsysteme vor.

6

Öffnung aller Arbeitszeitsysteme für Teilzeitarbeit (2015)

Hier geht es darum, wie betriebliche Arbeitszeitsysteme vollständig für Teilzeitarbeit geöffnet werden können.

7

Arbeitszeitverkürzung - aber richtig (2013)

In diesem Text entwickle ich die Vision einer neuen Normalarbeitszeit nach Ende der kollektiven Arbeitszeitverkürzungen.

8

Was kommt nach der 40h-Woche? (2014)

In diesem Text entwickle ich ein neues Arbeitszeit-Leitbild, das auf dem Gedanken der Wahlarbeitszeit basiert.

9

Gegenseitige Abwesenheitsvertretungen vermeiden (2015)

Die Vertretung abwesender Kolleg/inn/en sollte zur Vermeidung von Überlastungen und Schlechtleistung weitest möglich vermieden werden.

10

Von der Vollzeitarbeit zur Wahlarbeitszeit (2017)

In diesem Text stelle ich das Konzept Wahlarbeitszeit ausführlich auch anhand von Praxis-Beispielen vor.

11

Koalitionsvertrag (2013)

Hier werden die Arbeitszeit-Vorhaben der Großen Koalition kritisch gewürdigt.

12

Recht auf befristete Teilzeitarbeit (2017)

In diesem Text (aus HR Performance 1/2017) zeige ich, dass flexibel aufgestellte Betriebe mit einem gesetzlichen Recht auf befristete Teilzeitarbeit keine Probleme haben sollten.

13

Sabbaticals ohne Wertguthaben (2014)

In diesem Text wird ein einfaches Verfahren zur Finanzierung von Sabbaticals ohne Wertguthabenvereinbarung vorgestellt.

14

Gesetzliche Tages- und Wochen-Höchstarbeitszeit (2015)

Hier habe ich die wichtigsten gesetzlichen Grenzwerte für die Tages- und Wochenarbeitszeit zusammengestellt.

15

Mit dem Arbeitszeitgesetz gut leben (2016)

In diesem Text zeige ich, dass die Regelungen dieses Gesetzes einen guten Rahmen auch für die digitale Wirtschaft darstellen.

16

Das Arbeitszeitgesetz reicht aus (2016)

Dieses Gutachten habe ich 2016 für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erstellt.

17

Ermittlung und Umsetzung der korrekten Urlaubsdauer (2016)

In diesem Beitrag zur HR Perfomance - siehe www.hrperformance-online.de - erläutere ich die angeführte Problematik anhand zweier aktueller Urteile.

18

Was bei Leiharbeit in flexiblen Arbeitszeitsystemen anders ist (2017)

In diesem Artikel aus der HR Performance beschreibe ich die (potenziellen) Beiträge von Leiharbeit zur Unterstützung flexibler betrieblicher Arbeitszeitsysteme.

Arbeitszeitflexibilisierung

Seit der Einführung der ersten „Gleitzeit“-Modelle in den 1970er Jahren hat die betriebliche Arbeitszeitflexibilisierung erhebliche Fortschritte gemacht, ohne dass ihr Potenzial bisher auch nur ansatzweise ausgeschöpft worden wäre. Defizitär sind beispielsweise häufig immer noch

  • Einfachheit und Transparenz der betrieblichen Arbeitszeitsysteme;
  • der systematische Einbau von Teilzeitarbeit (vom Fremdkörper zum selbstverständlichen Bestandteil);
  • die Ausprägung von Servicezeiten und, in noch stärkerem Maße, Serviceversprechen;
  • Auslegung und Steuerung der Arbeitszeitkonten;
  • die Flexibilisierung und Individualisierung der Schichtarbeit;
  • die Regelung von Vertrauensarbeitszeit.

Anliegen dieser Webseite und generell meiner Beratungsarbeit ist es, zur Optimierung – nicht notwendig zur weiteren Flexibilisierung (siehe Text 1) – der betrieblichen Arbeitszeitsysteme beizutragen, deren Grundformen Sie in einem ersten Überblick hier kennen lernen können – oder auch ausführlich in meinem Büchlein „Gestaltung betrieblicher Arbeitszeitsysteme. Ein Überblick für die Praxis“ (Springer Gabler 2015 – als eBook € 4,99, als Softcover € 9,99, bestellbar unter www.springer.com), dessen Einleitung Sie als Text 2 finden. Nähere Ausführungen zu den Haupt-Modellen Vertrauensarbeitszeit, Flexibler Tagdienst, Flexible Schichtsysteme und Flexible Dienst- und Einsatzplanung, zu den außerhalb der Vertrauensarbeitszeit fast immer erforderlichen Arbeitszeitkonten sowie, hier mitbehandelt, zu Wertguthaben für Mitarbeiter-Zwecke finden Sie in den entsprechend benannten weiteren Unterseiten.

Übergreifend möchte ich an dieser Stelle zunächst die angesichts der demografischen Entwicklung erforderliche Individualisierung der traditionell kollektiv ausgerichteten betrieblichen Arbeitszeitsysteme ansprechen – siehe ausführlich ‚Text 3 sowie aktualisiert Texte 4 und 5. Dabei geht es vor allem darum, für die Mitarbeiter/innen lebensphasengerechte Arbeitszeiten zu gewährleisten. Flexible Arbeitszeitsysteme bieten hierfür die perfekte Grundlage (siehe Text 6) – nicht aber kollektive Arbeitszeitverkürzungen. Eine alternative Arbeitszeit-Vision mit effektiven Arbeitszeitverkürzungen nur für diejenigen, die sie sich wünschen bzw. die aufgrund unüblicher Arbeitszeit-Lagen einen erhöhten Bedarf an Regenerations- und Sozialzeit haben, stelle ich in Text 7 vor, das Konzept der Wahlarbeitszeit in Text 8. Wie die Vertretung abwesender Mitarbeiter/innen in flexiblen Arbeitszeitsystemen geregelt werden sollte, behandle ich in Text 9.

Wegen der dadurch grundsätzlich zunehmenden Komplexität betrieblicher Arbeitszeitsysteme sollte jedoch auf einfache, geringst möglichen administrativen Aufwand verursachende Regelungen geachtet werden. Hier meine diesbezüglichen allgemeinen Empfehlungen:

  • Wahlarbeitszeit, weitest möglich zwischen 30h/w und 40h/w – und andere Vertragsarbeitszeitdauern nur per Einzelvereinbarung (siehe ausführlich Text 10). Einen ersten gesetzlichen Einstieg in dieses Thema hatte die aktuelle Große Koalition eigentlich vor – siehe Texte 11 und 12; er ist dann ja leider nicht zu Stande gekommen;
  • bei durch die Mitarbeiter/innen selbst eigenverantwortlich gesteuerter Arbeitszeit Vertrauensarbeitszeit;
  • bei mittels Schicht-, Dienst- und/oder Einsatzplanung disponierter Arbeitszeit nur ein fortlaufendes Arbeitszeitkonto, das bei Bedarf durch ein „Zykluskonto“ zur Absicherung gegen größere Auslastungsschwankungen ergänzt werden kann;
  • Regelung vorübergehender persönlicher Freistellungen (ganz oder teilweise) im Einzelfall – ohne Wertguthabenvereinbarung, Familienpflegezeit, etc. – siehe auch Text 13;
  • Zeitwirtschaft ggf. ohne Positiv-Zeiterfassung.

Betriebliche Arbeitszeitsysteme müssen sich in Deutschland im Rahmen der Bestimmungen des 1994 in Kraft getretenen Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) bewegen, dessen Zwecke unter anderen der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer/innen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten sind (vgl. § 1 ArbZG). Von besonderer Bedeutung sind darin die Regelungen zu Tages- und Wochen-Höchstarbeitszeit – siehe Text 14 -, zu den Mindest-Pausen – siehe Text 4 unter Flexibler Tagdienst -, zur Mindest-Ruhezeit von grundsätzlich 11h (vgl. § 5 ArbZG) und zum grundsätzlichen Verbot der Arbeit an Sonn- und Feiertagen (vgl. § 9ff. ArbZG). Diese Regelungen halte ich weiterhin für zeitgemäß – siehe Text 15 sowie mein 2016 erstelltes Kurzgutachten für den DGB (Text 16). Bei Unklarheiten hinsichtlich der arbeitszeitgesetzlichen Bestimmungen helfe ich gern weiter.

In flexiblen Arbeitszeitsystemen kann die Ermittlung und Umsetzung der korrekten Urlaubsdauer Probleme bereiten – insbesondere bei unterschiedlich langen Arbeitstagen und bei Wechseln der Vertragsarbeitszeit; siehe hierzu Text 17.

Text 18 schließlich beschäftigt sich vor dem Hintergrund der aktuellen AÜG-Reform mit den Beiträgen, die Leiharbeit zum betrieblichen Kapazitätsmanagement leisten kann.