Dr. Hoff Arbeitszeitsysteme

 

Texte

1

Vertrauensarbeitszeit: ohne Arbeitszeitkonto (2016)

Dieser Text zeigt, warum bei Vertrauensarbeitszeit Arbeitszeitkonten nicht nur nicht nötig sind, sondern sogar Schaden anrichten.

2

Arbeitszeitkonto - Vertrauensarbeitszeit - Arbeitszeitfreiheit (2002)

Dieser Text verortet die Vertrauensarbeitszeit zwischen der konventionellen flexiblen Arbeitszeit und arbeitszeitfreien Systemen.

3

Vertrauensarbeitszeit und Mitbestimmung (2004)

In diesem Text geht es darum, dass Vertrauensarbeitszeit nur gemeinsam mit dem Betriebsrat eingeführt werden kann.

4

Vertrauensarbeitszeit (2002)

In diesem Buch - mit Schnellleseanleitung im Vorwort - beschreibe ich ausführlich und anhand mehrerer Beispiele, wie Vertrauensarbeitszeit betrieblich geregelt werden sollte.

5

Vertrauensarbeitszeit: von der Erfassung zur Planung (2013)

In diesem Text geht es darum, wie Vertrauensarbeitszeit ganz ohne Zeiterfassung funktionieren kann.

6

Flexibler 13h-Arbeitszeitrahmen (2014)

Hier geht es um eine sinnvolle Vor-Strukturierung von Arbeitstag und Arbeitswoche.

7

Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitgesetz (2012)

In diesem Text aus der PERSONALFÜHRUNG behandele ich das Spannungsverhältnis zwischen Vertrauensarbeitszeit und gesetzlichen Arbeitszeit-Aufzeichnungsverpflichtungen.

8

Ganze freie Arbeitstage bei Vertrauensarbeitszeit? (2013)

Dieser Text befasst sich mit der Frage, ob es bei eigenverantwortlicher Arbeitszeitgestaltung noch ganze freie Arbeitstage ("Gleittage") geben sollte.

9

Vertrauensurlaub statt "Urlaubs-Flatrate" (2014)

Hier geht es um die Unterschiede zwischen beiden Konzepten - und darum, weshalb Vertrauensurlaub den Vorzug verdient.

10

Mitarbeiterbefragung zur Vertrauensarbeitszeit (2002)

In diesem Text werden die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung zur Vertrauensarbeitszeit bei der Stadtverwaltung Wolfsburg vorgestellt.

11

Vertrauensarbeitszeit und mobiles Arbeiten (2013)

In diesem Text - aus der PERSONALFÜHRUNG - werden anhand eines Projekts bei der Firma Merck die Aufgaben der Führungskräfte bei Vertrauensarbeitszeit und mobilem Arbeiten beschrieben.

Vertrauensarbeitszeit

Vertrauensarbeitszeit – flexibles Arbeiten also ohne Arbeitszeitkonto (siehe Text 1) und daher auch ohne Zeiterfassung – ist das Zukunfts-Modell eigenverantwortlich durch die Mitarbeiter/innen gesteuerter Arbeitszeit:

  • Dort, wo eigenverantwortlich gearbeitet werden kann, ist in aller Regel auch mobiles Arbeiten möglich und wird den Mitarbeiter/inne/n derzeit auch stark zunehmend ermöglicht – und gerät Zeitkontrolle (und natürlich erst recht die noch weitgehend übliche Erfassung der Anwesenheitszeiten, die oft nicht sehr viel mit Arbeitszeit-Erfassung zu tun hat) an ihre Grenzen.
  • Die Zeitkontrolle eigenverantwortlich gesteuerter Arbeitsprozesse ist wenig sinnvoll und wird daher zunehmend durch eine Ergebniskontrolle ersetzt. Dennoch bleibt Vertrauensarbeitszeit ein Arbeitszeit-Modell, in dem also die zu erreichenden Ergebnisse so dimensioniert werden müssen, dass der/die betreffende Mitarbeiter/in sie innerhalb seiner/ihrer Vertragsarbeitszeit schaffen kann. Bei absehbar ungleichmäßigem Arbeitsanfall (z.B. saisonal oder in Projekten) erfordert dies eine vorab zu vereinbarende (!) ungleichmäßige Verteilung der Vertragsarbeitszeit.
  • Wenn der/die Mitarbeiter/in eigenverantwortlich arbeitet, ist schwer einzusehen, warum er/sie nicht auch für die Einhaltung der Vertragsarbeitszeit verantwortlich sein soll – bei Anspruch auf Unterstützung seiner/ihrer Führungskraft in Überlast-Situationen.
  • Leistungsbezogene Entgeltsysteme lockern den für die Führung von Arbeitszeitkonten grundlegenden Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Entgelt.
  • Optionale Arbeitsdichte – also weniger intensive Arbeitsprozesse als Wahlmöglichkeit für die Mitarbeiter/innen – lässt sich nur ohne objektive Zeit-Erfassung realisieren.

Vertrauensarbeitszeit ist auch deshalb ein zukunftsträchtiges Arbeitszeitmodell zwischen Arbeitszeitkonto und „Arbeitszeitfreiheit“ – der Leistungserbringung gänzlich ohne Arbeitszeit-Bezug –, weil sie den Vorteil der flexiblen Einsetzbarkeit von Arbeitszeit mit demjenigen der grundlegenden Ergebnisorientierung der Arbeit verbindet – siehe Text 2. Vertrauensarbeitszeit ist, soweit ein Betriebsrat besteht, zwingend im Einvernehmen mit diesem zu regeln – siehe Text 3‚. Hinweise zur Gestaltung solcher Regelungen können Sie meinem Buch „Vertrauensarbeitszeit: einfach flexibel arbeiten“ entnehmen – siehe Text 4ƒ. Gut zehn Jahre nach seinem Erscheinen würde ich unter den heutigen Bedingungen noch mehr Grund-Struktur empfehlen – siehe Text 5. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei die Vereinbarung eines Arbeitszeitrahmens von z.B. werktäglich 07:00-20:00, außerhalb dessen der/die Mitarbeiter/in nur nach vorheriger Abstimmung mit der Führungskraft an seinen/ihren Arbeitsaufgaben arbeiten darf, die dann ggf. dafür verantwortlich ist, dass die gesetzliche Mindest-Ruhezeit von 11h sowie der gesetzliche Sonn- und Feiertagsschutz auch in solchen Fällen beachtet werden; siehe ausführlich Text 6. Zum Thema Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitgesetz nehme ich in Text 7 Stellung. Mit der Frage, ob es bei Vertrauensarbeitszeit noch ganze freie Arbeitstage („Gleittage“) geben sollte, beschäftigt sich Text 8Text 9 schließlich stellt „Vertrauensurlaub“ der „Urlaubs-Flatrate“ (als logischem Bestandteil von Arbeitszeitfreiheit) gegenüber.

Der wesentliche Erfolgsfaktor von Vertrauensarbeitszeit ist gute Führungsarbeit, wobei es vor allem auf die fortlaufende Begleitung der Mitarbeiter/innen in ihren Arbeitsprozessen ankommt und darauf, ihnen in Überlast-Situationen zu helfen – siehe Text 10. Dies gilt in besonderem Maße dann, wenn, wie es sich anbietet, Vertrauensarbeitszeit und mobiles Arbeiten miteinander verbunden werden – siehe Text 11.